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04.08.2014

Bericht vom Workshop "Grundlagen der Gemeinschaftsbildung", 26. Juni, Berlin

Von: Kariin Ottmar

In der 3-teiligen Berliner Workshopreihe wollen wir gemeinsam erkunden, ob und wie die Erkenntnisse aus Ökodörfern und das Ökodorfkonzept auch erfolgreich auf Städte/städtische Projekte übertragen werden kann/können. Was können insbesondere Gemeinschaftsinitiativen und Gemeinschaften in Gründungen aus diesen Erkenntnissen lernen? Die "Berliner Reihe" bietet insbesondere für Gemeinschaftsinitiativen, Gemeinschaften in Gründung und jungen Gemeinschaften sowie TransitionTown-Gruppen und anderen Projekten wichtige Informationen und "Handwerkszeug" für einen gelingenden Gemeinschaft-/Projektaufbau und Gemeinschaftsbildungsprozess.

Trotz Fussballweltmeisterschaft und einem Spiel mit Deutschland fanden sich am 26. Juni in den Räumen des Gotischen Saals in  Berlin Kreuzberg über 15 wissensdurstige und interessierte Menschen ein. Etwa die Hälfte der Teilnehmenden hatte bereits am 1. Abendworkshop dieser Reihe teilgenommen.

Nach einem Warming-up mit Zwiegesprächen, welche die Teilnehmenden bereits einander näher brachten, knüpften wir zunächst gemeinsam an den ersten Abend an (22. April), indem wir die wichtigsten Inhalte und Erkenntnisse kurz révue passieren ließen.

Anschließend berichtete Kariin vor allem für die neu Hinzugekommenen in einer Kurzpräsentation über das Global Ecovillage Networks und das Projektes "Modelle gelebter Nachhaltigkeit", um dann zu einem Traumkreis überzuleiten.

In einem intensiven und schönen Prozess teilten wir unsere tiefsten Visionen zu einem „Guten Leben“ mit der gesamten Gruppe.

Hier ein paar Streiflichter dieses Prozesses:

 

  • ....... Das Nichts gehört uns...
  • .....GFK als universelle Kommunikation...
  • ...Einheit aus Vielfalt..., Gewalt inkludiert...., ohne Bewertung...
  • .... die Vision schon leben...
  • ....Gewalt und Aggression in Kommunikation auflösen...
  • ...."sinnvolle" Aufgabe...
  • ....Heilung , ohne "Krieg" und "Gewalt"...
  • ...quitschlebendige  bunte Welt, .. aus der Erde kommen..., erwachen... , reden mit Blumen und Bäumen
  • ... viele Plätze in der Welt, an denen man 100 oder 1000 "Schritte" tun kann...
  • ... Menschen "erfüllt" sind
  •  Frieden! Empathie> Schlüssel , mit allen, Verbundenheit,
  •  alte "negative" Strukturen ablegen....
  • ...ich brauche einfach Frieden...
  • ... Lernen lernen....
  • ... Schöpfung zu bewahren...  innere Schöpfungsarbeit....
  •  ... Berührtheit zeigen...
  • ... nehmen können was da ist, ... einfach jetzt "machen".....
  • ... zuhören, ... Kommunikation im kleinen und großen....
  • Wandel der globalen Ökonomie...
  • ... neue Kommunikation...
  • ... persönliche Einstellung statt Konsens.....

Den Abschluss des 1. Teils des Abends bildete dann eine Kurzpräsentation von Sara Serodio (Architektin) und Oliver Schaap zu „Earthship-Buildings“ (mehr Informationen: www.earthship-deutschland.de).

Im zweiten Teil des Abends ging es schwerpunktmäßig um die Vermittlung und das Erfahren von gemeinschaftsbildenden Methoden und Grundlagen der Gemeinschaftsbildung-/projektaufbaus.

Neben der Kurzvermittlung der „Schritte zum Gemeinschaftsaufbau“ (siehe Photo) ging es vor allem darum, den Teilnehmenden selbst die Gelegenheit zu geben, ihr Wissen über das Gelingen und das Scheitern von Gruppen bewusst zu machen. So wurde in einem intensiven Kleingruppenprozess sammeln, was alles zum Scheitern von Initiativen und Projekten/Gruppen beiträgt (siehe Photo Moderationskarten).
Auf dieser Grundlage konnten die Teilnehmenden dann herausarbeiten, welche förderlichen Faktoren den Gemeinschafts-/Gruppenbildungsprozess unterstützt. Die Vermittlung von Grundlagen aus der Themenzentrierten Interaktion (TZI) nach Ruth Cohn sowie die Phasen der Gruppenentwicklung nach Tuckman rundeten die erste Annäherung an Fragen des Gelingens von Gruppenprozessen ab.

Mit einer schönen Abschlussrunde beschlossen wir den gemeinsamen Abend offiziell, verbrachten jedoch noch mehr als eine Stunde im weiteren Austausch vor Ort.

Der dritte Teil dieser Berliner Abendworkshopreihe findet im Herbst 2014 statt und knüpft an die Inhalte dieses Workshops an und vermittelt weitere Grundlagen der Gruppendynamik und gemeinschaftsbildender Methoden und ist für weitere Teilnehmenden offen.

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