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31.01.2017

UBA Projekt: „Leben in zukunftsfähigen Dörfern“

Von: Thomas Meier, Schloss Tonndorf

Ökodörfer als Katalysatoren nachhaltiger ländlicher Entwicklung

So lautet der Titel eines Antrages auf Förderung, welcher im Namen unseres Vereins Ende August beim Umweltbundesamt (UBA) eingereicht wurde.

Sollte es zu einem positiven Bescheid von Seiten des UBA kommen (die Entscheidung über die Förderung erwarten wir Anfang Januar), werden wir Gelegenheit haben, in einer Kooperation von bis zu fünf unserer Mitgliedsgemeinschaften sowie von fünf aus deren Region ausgewählten Dörfern die Inspirationskraft und Übertragbarkeit unserer Erfahrungen mit Lösungen und Experimenten in allen vier Dimensionen der Nachhaltigkeit - der ökologischen, ökonomischen, sozialen und kulturellen - hin zu bestehenden Dörfern zu erforschen. Es geht dabei um ein Förder-Volumen von 90.000,-€!, der Projekt-Zeitraum ist 2017 und 2018.


Für das gewählte Thema war die direkte Einbeziehung folgender Mitgliedsgemeinschaften geplant (der Rahmen der mitwirkenden Projekte wurde durch das UBA auf max. 5 begrenzt):

- die Siedlungsgenossenschaft Ökodorf eG (Ökodorf Sieben Linden) im Altmarkkreis-Salzwedel, Sachsen Anhalt,

- der gastwerke Escherode e.V. im Landkreis Göttingen, Niedersachsen

- die Lebensgemeinschaft auf Schloss Tonndorf eG im Landkreis Weimarer Land im Zusammenwirken mit dem Lebensgut Cobstädt e.V. im Landkreis Gotha, beide in Thüringen,

- die Gemeinschaft Schloss Tempelhof eG im Landkreis Schwäbisch-Hall, Baden-Würtemberg sowie

- die Lebens(t)raumgemeinschaft Jahnishausen eG im Landkreis Meißen, Sachsen.


Da letztere ihre Teilnahme abgesagt hat, wird derzeit mit dem Lebensgarten Steyerberg ein weiterer, geeigneter Partner angesprochen.

Der Antrag sieht eine finanziell geförderte Mitarbeit sowohl von Vor-Ort-KoordinatorInnen als auch einer/s Projektleiter/in sowie einer/s Fachreferentin/en vor.


Im Verlauf des Projektes werden diese in aufeinander aufbauenden Projektphasen die BewohnerInnen der kooperierenden Dörfer darin unterstützen,

- sich gemeinsam der Ausgangslage ihrer Dörfer bewusst zu machen und den jeweiligen Entwicklungsstand in allen vier Nachhaltigkeits-Dimensionen zu analysieren sowie ihr persönliches Umweltverhalten zu reflektieren,

- mit einem hohen Partizipationsgrad ihre Vision von einer zukunftsfähigen Umgestaltung ihres Dorfes zu entwickeln und in Bezug zur aktuellen Lage von Umwelt und Gesellschaft zu setzen

- einen Resilienz-Plan für ihre Gemeinde zu erarbeiten, welcher konkrete Ziele, Handlungsfelder und -schritte für die künftige Dorfentwicklung beschreibt.

Im Ergebnis des Projektes entstehen ein Entwicklungs- und Erfahrungsbericht, eine filmische Dokumentation und eine Internet-Darstellung, deren Ziel eine multiplikatorisch wirksame Reflektion und Darstellung des durchlaufenen Prozesses ist. Zugleich entsteht mit den beispielhaft erarbeiteten Resilienzplänen eine Arbeitsgrundlage für künftige reale Schritte des Wandels in den beteiligten Gemeinden.

Diese zu begleiten und zu unterstützen, kann Ausgangspunkt eines weiteren Folge-Projektes sein.

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